SoundNex
Ratlehole - Dragonfight
SOUNDNEX SCORE
8,5 / 10

Dragonfight

Ratlehole

SoundNex SHORT REVIEW

Bombastischer Power Metal aus Wien

Wenn eine Band aus Österreich eine Rockoper über die Nibelungensage schreibt, sind die Erwartungen an Epik und Dramatik natürlich hoch. Ratlehole aus Wien liefern mit ihrem Bonustrack Dragonfight genau das ab: Ein symphonisches Metal-Feuerwerk, das keine Gefangenen macht. Der Song stürmt vom ersten Takt an mit rasenden Riffs und donnernden Drums nach vorne.

Im Zentrum des Geschehens steht die herausragende weibliche Leadstimme, die mit unglaublicher Kraft und Theatralik die Geschichte von Siegfrieds Drachenkampf erzählt. Die Mischung aus klassischen Heavy-Metal-Elementen und orchestralem Bombast erinnert an die goldenen Zeiten des europäischen Symphonic Power Metals. Hier wird nicht gekleckert, sondern mit großen Chören und epischen Melodiebögen geklotzt.

Dragonfight ist ein absolutes Muss für Fans von Bands, die Fantasy und harte Gitarren perfekt zu vereinen wissen. Auch wenn es sich nur um einen Bonustrack des Albums The Nibelung Saga handelt, steht die Nummer absolut für sich selbst. Ratlehole beweisen eindrucksvoll, dass orchestraler Metal aus Wien international absolut mithalten kann.

Die SoundNex Analyse

Gesang & Performance9,0/10

Die weiblichen Lead-Vocals sind das absolute Herzstück dieses epischen Tracks und schneiden mühelos durch die dichte Instrumentierung. Mit einer beeindruckenden Mischung aus klassischer Theatralik und purer Metal-Energie wird die Geschichte von Siegfried und dem Drachen lebendig. Die Stimme variiert gekonnt zwischen kraftvollen, klaren Höhen und einer treibenden Dynamik, die den Hörer sofort fesselt. Jeder Ton sitzt perfekt und trägt die dramatische Atmosphäre der Rockoper auf ein neues Level. Es ist eine Meisterleistung, die sowohl technische Präzision als auch emotionale Tiefe beweist.

Songwriting & Komposition8,5/10

Als Bonustrack der Nibelung Saga konzipiert, liefert der Song genau das, was man von einer symphonischen Rockoper erwartet. Die Struktur ist klassisch im Power Metal verwurzelt, bricht aber durch geschickte orchestrale Einschübe immer wieder aus dem Standardmuster aus. Treibende Double-Bass-Attacken harmonieren hervorragend mit den majestätischen Keyboard-Teppichen und den scharfen Gitarrenriffs. Der Refrain ist extrem eingängig und lädt geradezu dazu ein, mit erhobener Faust mitzusingen. Man spürt in jeder Sekunde die Liebe zum Detail und die epische Vision der Band.

Produktion & Soundqualität8,0/10

Die Produktion ist wuchtig und gibt den vielen verschiedenen Spuren genug Raum zum Atmen, was bei symphonischem Metal oft eine Herausforderung ist. Die Gitarren klingen messerscharf, während die orchestralen Elemente den Sound in die Breite ziehen, ohne ihn zu überladen. Das Schlagzeug drückt ordentlich aus den Boxen und verleiht dem Track den nötigen Drive für einen echten Drachenkampf. Lediglich in den absoluten Spitzen hätte der Mix vielleicht noch eine Spur transparenter sein können, um kleine Nuancen besser herauszuarbeiten. Dennoch ist das klangliche Gewand absolut professionell und international konkurrenzfähig.

Bilder und Texte wurden vom Künstler zur Verfügung gestellt.

Redaktion: Franz Habegger

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